

Ein kunstvoller Dialog über Zeiten hinweg
Historische Räume bewahren Zeit nicht nur – sie verkörpern sie. In den Schlossmuseen von Greiz ist Zeit keine abstrakte Größe, sondern eine gelebte Dimension, eingeschrieben in Architektur, Materialität und Erinnerung. Zeit & Sein verortet zeitgenössische Kunst innerhalb dieses Spannungsfeldes und versteht die Gegenwart nicht als Bruch mit der Geschichte, sondern als Teil ihres fortlaufenden Entfaltens.
Kunst als universelle Sprache
Die Ausstellung vereint künstlerische Positionen, die nicht darauf abzielen, die Vergangenheit zu rekonstruieren oder aus der Distanz zu kommentieren. Stattdessen treten die Werke in unmittelbare Beziehung zum historischen Raum. In dieser Nähe entsteht eine geteilte Präsenz zwischen Kunstwerk, Architektur und Betrachter. Zeit erscheint hier nicht als lineare Abfolge, sondern als erfahrbare Dauer – vielschichtig, überlagert und in der Wahrnehmung spürbar.

Ein außergewöhnlicher Ort für außergewöhnliche Kunst
Vor der architektonischen Kulisse des Oberen und Unteren Schlosses entsteht ein Dialog zwischen historischem Raum und zeitgenössischer Vision. Jahrhunderte fürstlicher Kultur, Architektur und Tradition treten in Resonanz mit heutigen künstlerischen Ausdrucksformen und schaffen ein Spannungsfeld, in dem sich Geschichte und Moderne gegenseitig spiegeln.
Kuratiert von Rainer Koch (Direktor der Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz), Nour Nouri (Direktor des Pashmin Art Consortia) und Dr. Davood Khazaie (Internationaler Kurator) profitiert die Ausstellung von einer einzigartigen Verbindung unterschiedlicher Perspektiven. Koch bringt seine profunde Kenntnis des kulturellen Erbes von Greiz ein, Nouri verleiht dem Projekt internationale Reichweite und Expertise im interkulturellen Dialog, während Khazaie das Vorhaben durch eine kunstkritische Perspektive in globale Diskurse über Erinnerung, Raum und Identität einbettet.

Vielfalt als Ausdruck der Gegenwart
Sein bedeutet in diesem Zusammenhang eine situierte Präsenz – ein Dasein im Raum, das weder statisch noch losgelöst ist. Die Kunstwerke treten nicht als isolierte Interventionen in den historischen Räumen auf, sondern als Momente eines fortlaufenden Dialogs zwischen zeitgenössischer künstlerischer Praxis und der architektonischen Erinnerung des Ortes.
In dieser Begegnung entsteht Kontinuität nicht als Unveränderlichkeit, sondern als Beziehung. Vergangenheit und Gegenwart stehen in einem aktiven Austausch und formen gegenseitig ihre Wahrnehmung. Die Ausstellung stellt zeitgenössische Kunst daher nicht der Geschichte gegenüber, sondern lässt beide innerhalb desselben räumlichen und zeitlichen Gefüges miteinander wirken.
Zeit & Sein lädt dazu ein, den historischen Raum als lebendige Erfahrung zu begreifen – als einen Ort, an dem sich der gegenwärtige Moment innerhalb einer längeren zeitlichen Bewegung entfaltet und zeitgenössische Kunst Teil dieses fortlaufenden Seins wird.
Teilnehmende Künstler




























Eine Einladung zur Auseinandersetzung
Die offizielle Eröffnung findet am 11. April um 18Uhr statt.
Die Eröffnungsfeier umfasst Vorträge der drei Kuratoren. Zwischen den Reden wird das Publikum ein bezauberndes Klavierkonzert des in Greiz lebenden Pianisten Àlvaro Baltanàs Meliveo genießen, dessen Musik den Dialog zwischen Kunst und Architektur klanglich erweitert.
Kunstliebhaberinnen, Pressevertreterinnen und Interessierte sind herzlich eingeladen, mit den anwesenden Künstler/innen ins Gespräch zu kommen und die Werke in einem persönlichen Rahmen zu erleben. Die Feierlichkeiten werden vom Museumsdirektor Rainer Koch, dem Pashmin Art Direktor Nour Nouri und dem Co-Kurator Dr. Davood Khazaie eröffnet.
Diese internationale Gruppenausstellung, organisiert von Pashmin Art Consortia, wird ein Highlight im kulturellen Kalender sein. Sie steht als Feier der gemeinsamen menschlichen Erfahrung, wie sie durch Kunst ausgedrückt wird, und als Bekräftigung der Rolle von Kreativität bei der Förderung globaler Verbindungen.
